Kosten und Gebühren im CFD-Bereich

In puncto Kosten- und Gebührenstruktur gilt der Handel mit CFDs als relativ transparent und einfach zu verstehen. Beim Handel mit CFDs können grundsätzlich verschiedene Kosten und Gebühren anfallen. Dazu zählen Kosten und Gebühren, die im Zusammenhang mit den einzelnen Transaktionen stehen, Gebühren für die Kontoführung sowie Finanzierungskosten.

Der Spread als wichtiger Kostenfaktor beim Trading

Der Spread zählt zu den wichtigsten Kostenfaktoren im CFD-Bereich. Das gilt vor allem für Trader, die mehrmals am Tag handeln oder die besonders große Positionen eingehen. Unter dem Spread versteht man die Differenz aus dem Ask- und aus dem Bid-Kurs. Während ein niedriger Spread grundsätzlich mit einem Kostenvorteil verbunden ist, gilt ein großer Spread in puncto Handelskosten als unvorteilhaft für den Händler, da im CFD-Bereich zum höheren Ask-Kurs gekauft und zum niedrigeren Bid-Kurs verkauft wird. Einen Spread gibt es im Grunde genommen an jeder Börse. Der Spread im CFD-Bereich beinhaltet jedoch in aller Regel einen kleinen Aufschlag, da der Broker für seine Leistung letzten Endes ebenfalls bezahlt werden muss. Der Spread ist nicht nur vom Broker, sondern auch vom zugrunde liegenden Basiswert und der Handelszeit abhängig. CFDs auf umsatzstarke Währungspaare und Aktienindizes können normalerweise während der Haupthandelszeiten mit einem sehr niedrigen Spread gehandelt werden, während CFDs auf umsatzschwächere Aktien oder weniger liquide Rohstoffe in der Regel mit einem vergleichsweise hohen Spread aufwarten.

Transaktionsgebühren

Transaktionsgebühren fallen im CFD-Bereich nicht bei allen Brokern und nicht bei allen handelbaren Basiswerten an. Bei einem großen Teil der CFD-Anbieter müssen beim Handel von Differenzkontrakten auf Währungspaare, Aktienindizes und Rohstoffe keine zusätzlichen Gebühren bezahlt werden. Der Broker wird hier ausschließlich über den Spread bezahlt. Es ist jedoch keine Seltenheit, dass bei CFDs auf Aktien bei jedem Trade Gebühren anfallen. Diese Gebühren werden entweder pauschal in Rechnung gestellt oder in Abhängigkeit der Positionsgröße berechnet. Manche Anbieter von CFDs bieten darüber hinaus zusätzlich ein sogenanntes ECN-Modell für den Devisenbereich an. Auch hier werden normalerweise Gebühren bei jedem Trade erhoben.

Gebühren für die Plattform, Inaktivitätsgebühren und Gebühren für die Bereitstellung spezieller Daten

Es kann auch im CFD-Bereich durchaus vorkommen, dass, wie man es auch von den Aktien- oder Futures-Brokern her kennt, Gebühren für die Nutzung der Handelsplattform oder der Echtzeit-Charts erhoben werden. Für Händler, die relativ selten handeln, ist dieser Kostenfaktor dann sicherlich nicht zu vernachlässigen. Zudem ist es bei manchen CFD-Anbietern möglich, dass nach einer bestimmten Zeit der Nichtnutzung der Plattform eine sogenannte Inaktivitätsgebühr fällig wird. Auch diese Gebühren können bei Kunden, die nur gelegentlich handeln, negativ ins Gewicht fallen. Darüber hinaus kann es sein, dass für bestimmte Marktdaten, wie etwa Level-2-Kurse, zusätzliche Gebühren erhoben werden.

Finanzierungskosten

Wenn CFD-Positionen über Nacht gehalten werden, müssen gegebenenfalls Finanzierungskosten in Form von Zinsen entrichtet werden. Es ist aber auch möglich, dass der Trader für das Halten einer Position Zinsen erhält. Die Berechnung der Finanzierungskosten variiert von Basiswert zu Basiswert. So werden die Finanzierungskosten für CFDs auf Aktien in aller Regel anders berechnet als die Finanzierungskosten von CFDs auf Devisen. Die Finanzierungskosten fallen vor allem beim sehr kurzfristigen Trading deutlich weniger ins Gewicht als beispielsweise die Transaktionskosten, die durch den Spread verursacht werden.

Weitere Gebühren, die im Zusammenhang mit dem CFD-Trading stehen

Einige Broker bieten einen sogenannten garantierten Stop an. Für diesen Stop, der nicht mit einer normalen Stop-Loss-Order zu verwechseln ist, wird meist eine Gebühr erhoben, die in aller Regel in Abhängigkeit des Transaktionswerts berechnet wird. Gebühren können zudem entstehen, wenn Währungsumrechnungen durchgeführt werden sollen. Darüber hinaus können Kosten entstehen, die im Zusammenhang mit Kontoein- oder Kontoauszahlungen stehen. Dazu zählen zum Beispiel Überweisungsgebühren sowie Gebühren für Zahlungen mit der Kreditkarte.

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Allgemeiner Risikohinweis: CFDs sind komplexe Finanzprodukte mit Hebelwirkung. Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Risiko und ist daher nicht für jeden Anleger geeignet.
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