CFD Orderarten

Unter dem Begriff Order versteht man eine Aufforderung an den CFD-Anbieter, einen bestimmten Auftrag auszuführen. Auch beim Handel mit CFDs gibt es, wie beim Handel mit Aktien oder Futures, verschiedene Orderarten. Standardgemäß wird über die meisten CFD-Plattformen mittels Market-Order eine Long- oder Short-Position eröffnet. Dieser Order-Typ ist in aller Regel voreingestellt, da er ein besonders zügiges Agieren im Markt möglich macht. Unter einer Market-Order versteht man, dass der Auftrag nach Möglichkeit sofort zum Marktpreis ausgeführt werden soll. Das bedeutet für den Trader, dass zum aktuellen Ask-Kurs gekauft und zum gegenwärtigen Bid-Kurs verkauft wird. CFD-Plattformen warten jedoch in aller Regel nicht nur mit Market-Orders auf, sondern bieten meist auch noch andere Order-Optionen an. Dazu zählen unter anderem die Limit-Order, die OCO-Order, die IF-Done-Order, die Take-Profit-Order, die Stop-Loss-Order sowie die Trailing-Stop-Order. Es ist durchaus möglich, dass die Order-Typen bei machen CFD-Anbietern anders bezeichnet werden. Vor dem Handel mit CFDs sollte man daher auf jeden Fall selbst in Erfahrung bringen, was die jeweilige Order bedeutet. Die Ausführung einer Order dauert im CFD-Bereich heutzutage meist nur noch einen gefühlten Augenblick bis wenige Sekunden, was natürlich ein sehr spontanes und flexibles Agieren im Markt möglich macht.

Die Limit-Order

Die Limit-Order zählt neben der Market-Order wohl zu den am häufigsten verwendeten Order-Typen, die im CFD-Bereich Verwendung finden, um eine Position zu eröffnen. Bei einer Limit-Buy-Order wird der Kaufantrag erst ausgeführt, wenn der Kurs ein vom Händler vorgegebenes Preislevel unterschreitet. Dieser Order-Typ soll verhindern, dass der Händler zu teuer kauft. Im Gegensatz zu einer Limit-Buy-Order darf bei einer Limit-Sell-Order ein bestimmter Mindestkurs nicht unterschritten werden, um die Order auszulösen. Steht der Kurs unter dem vom Händler vorgegebenen Preislevel, wird der Verkaufsantrag nicht ausgeführt. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass auf einem unvorteilhaft tiefen Level verkauft wird. Wenn zum Beispiel bei einem CFD auf das Währungspaar EUR/USD eine Short-Limit-Order mit einem Limit von 1.2700 platziert wird und der Kurs sich auf dem Level 1.2690 befindet, wird die Short-Order nicht ausgelöst. Erst wenn der Kurs die 1.2700 erreicht, wird die Short-Order ausgeführt. Auf manchen Plattformen lässt sich gezielt einstellen, wie lange die Limit-Order aktiv bleiben soll.

Die OCO-Order

Der Orderzusatz OCO steht für one cancels other. Wird eine Order vom Typ OCO abgegeben und ausgeführt, wird die andere Order storniert. OCO-Orders werden oftmals mit Limit-Orders kombiniert.

Die If-Done-Order

Die If-Done-Order kann auch als Folge-Order bezeichnet werden. Mit diesem Order-Zusatz können zwei Aufträge, die beide dem gleichen Basiswert gelten, miteinander verknüpft werden. Die zweite Order wird erst aktiviert, wenn die erste Orders bereits ausgeführt ist.

Der Ausstieg aus einem Trade mit der Take-Profit-Order

Die Take-Profit-Order ist ein geeignetes Mittel, um Gewinne abzusichern. Sie kann zum Beispiel zum Einsatz kommen, wenn der Markt, in dem man sich bereits mit einer Long- oder Short-Position positioniert hat, nicht ständig beobachtet werden kann. Erreicht der Kurs das vom Händler bestimmte Take-Profit-Level, wird die Position aufgelöst und der aufgelaufene Gewinn realisiert. Bleibt der Kurs unterhalb dieses Preislevels, wird die Position vorerst aufrechterhalten. Wenn beispielsweise der Kurs von einem CFD auf das Währungspaar EUR/USD auf dem Preislevel 1,2698 verweilt und das Take-Profit-Level im Rahmen einer Long-Position bei 1.2700 liegt, wird die Order erst einmal nicht ausgelöst. Die Gewinne werden vorerst nicht realisiert.

Die Stop-Loss-Order kann die Verluste begrenzen

Im Rahmen des Risiko- und Money-Managements spielt die Stop-Loss-Order eine maßgebliche Rolle. Durch die Eingabe einer Stop-Loss-Order können die Verluste eines Trades unter Umständen begrenzt werden. Bei Long-Positionen wird die Stop-Loss-Order immer unter dem aktuellen Preislevel platziert, während bei Short-Positionen die Stop-Loss-Order unterhalb des aktuellen Kurses gesetzt werden muss. Erreicht der Kurs das Stop-Loss-Level, wird die Position aufgelöst und der Verlust realisiert. Bei sehr schnellen Marktbewegungen kann es durchaus vorkommen, dass die Glattstellung deutlich unterhalb oder oberhalb von dem vom Trader bestimmten Stop-Loss-Level erfolgt. Darüber hinaus, kann es natürlich sein, dass der Kurs zu Handelsbeginn deutlich unter dem letzten Schlusskurs des vorigen Tages und deutlich unter dem platzierten Stop-Loss-Levels eröffnet, was zu ungeplanten Verlusten führt. Einige CFD-Anbieter bieten einen sogenannten garantierten Stop-Loss an. Dieser ist jedoch in aller Regel mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Manche Plattformen warten zudem mit einem zeitgebundenem Stop-Loss auf. Wird ein zeitgebundener Stop-Loss gesetzt, so wird die Position nach einer vom Trader bestimmten Zeit automatisch geschlossen. Diese Order-Option kann zum Beispiel zur Anwendung kommen, wenn Positionen vor dem Handelsende glattgestellt werden sollen. Auf diese Weise können unter Umständen hohe Verluste, die durch große Kurssprünge zu Handelsbeginn entstehen können, vermieden werden.

Die Trailing-Stop-Loss-Order ist ein komfortables Tool, um Gewinne laufen zu lassen

Die Trailing-Stop-Loss-Order kann als die dynamische Variante der Stop-Loss-Order betrachtet werden. Im Bereich Risiko-Management gibt es diverse Strategien, die darauf aufbauen, Verluste zu begrenzen und die Gewinne laufen zu lassen. Diese Strategien können zum Beispiel mit einem regelmäßigen Nachziehen des Stop-Loss-Levels bewerkstelligt werden. Die Trailing-Stop-Loss-Order macht ein automatisches Nachziehen des Stop-Loss-Levels möglich. Um welchen Betrag das Stop-Loss-Level bei jedem Schritt nachgezogen wird, kann normalerweise vom Händler selbst festgelegt werden. Wird das nachgezogene Stop-Loss-Level erreicht, wird die Position wie bei einer normalen Stop-Loss-Order glattgestellt und der Verlust oder gegebenenfalls der Gewinn realisiert. Wenn beispielsweise das Stop-Loss-Level im Rahmen einer Long-Positionierung im Markt EUR/USD von 1.2700 auf 1.2750 automatisch nachgezogen wird und der Preis aufgrund eines Kursrückgangs wieder die 1.2750 erreicht, wird die Position glattgestellt. Trailing-Stop-Orders können sowohl im Rahmen einer Long- als auch im Zusammenhang mit einer Short-Positionierung angewendet werden. Nicht alle CFD-Anbieter warten mit dieser komfortablen Order-Funktion auf. Die Trailing-Stop-Loss-Order setzt sich jedoch zunehmend bei immer mehr Brokern durch.

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