CFD-Demokonto

Im Zusammenhang mit dem CFD-Trading fällt immer wieder der Begriff Demokonto. Die folgenden Abschnitte sollen erläutern, was ein Demokonto eigentlich ist, welches Vorteile ein Demokonto bieten kann und wie man ein Demokonto eröffnen kann.

 

Was ist ein Demokonto?

Mit einem Demokonto ist im Gegensatz zu einem normalen Trading-Konto, das im Fachjargon oftmals auch als Live-Konto Bezeichnung findet, ausschließlich der Handel mit virtuellem Kapital möglich. Eine Ein- oder Auszahlung von echtem Geld ist ausgeschlossen, da es sich in der Regel um ein reines Spielgeldkonto handelt. Ansonsten wartet ein Demokonto normalerweise mit allen Funktionen auf, die auch ein Live-Konto bietet. Das bedeutet, dass standardmäßig die gleiche Plattform zur Verfügung steht, die auch im Rahmen des Live-Kontos eingesetzt wird. Demzufolge können mit einem CFD-Demokonto Echtzeitdaten, Charts und andere Tools meist vollumfänglich genutzt werden. Die Bedienung der Order-Maske erfolgt bei einem Demokonto ebenfalls wie beim Live-Konto, da in aller Regel die gleiche Nutzeroberfläche zum Einsatz kommt. Auch die Auswahl der zur Verfügung stehenden Basiswerte orientiert sich in aller Regel am Live-Konto des CFD-Brokers. Bei manchen CFD-Anbietern kann der Kontostand eines Demokontos auf einen bestimmten Betrag gesetzt oder beliebig oft zurückgesetzt werden. Im CFD-Bereich werden Demokonten normalerweise kostenlos zur Verfügung gestellt, da es sich hier um eine Art Kennenlernangebot handelt. Die Dauer, die ein Demokonto genutzt werden kann, ist jedoch von Broker zu Broker verschieden. Ein großer Teil der CFD-Broker wartet jedoch mit Demokonten einer Nutzungsdauer von mindestens 14 Tagen auf. Für das Kennenlernen der Grundfunktionen der Handelsplattform reicht dieser Zeitraum in der Regel aus.

 

Welche Vorteile bietet das Demo-Trading?

Ein Demo-Konto bietet nicht nur dem Anfänger, sondern auch dem fortgeschrittenen Trader diverse Vorteile. Mit einem Demokonto können nahezu sämtliche Funktionen einer CFD-Plattform getestet werden, bevor ein Live-Konto eröffnet und mit dem Echtgeldhandel begonnen wird. Auf diese Weise kann sich der Trader Schritt für Schritt und ohne Zeitdruck mit der Plattform und dem Angebot an handelbaren Basiswerten vertraut machen. Beim Handel mit einem Live-Konto hat man meist keine Zeit, um beispielsweise herauszufinden, wie die Order-Maske im Detail funktioniert oder wie das Stop-Loss-Level eingestellt wird. Bedienungsfehler auf einem Live-Konto können schließlich fatale Folgen haben. Selbst einem erfahrenen Trader kann es bei Nichtkenntnis der Plattform passieren, das Aufträge falsch aufgegeben werden. Obwohl die Bedienungskomponenten der Plattformen im CFD-Bereich als unkompliziert und einfach zu erlernen gelten, ist eine kleine Trainingsphase für jeden Trader mehr als sinnvoll. Mit einem CFD-Demokonto besteht zudem die Möglichkeit, eine Handelsstrategie zu testen, bevor sie auf einem Live-Konto durchgeführt wird. Etliche Trader, die bereits über ein Live-Konto verfügen und aktiv handeln, nutzen parallel ein Demokonto, um alternative Strategien zu testen. Schließlich kann auf diese Weise ohne Risiko herausgefunden werden, ob die Strategie ansatzweise funktioniert. Da es auch bei einem CFD-Demo meist ebenfalls die Handelshistorie eingesehen werden kann, können die virtuellen Trades im Nachgang gezielt analysiert werden, um zum Beispiel das Chance-Risiko-Verhältnis und die Trefferquote der zugrunde liegenden Strategie schätzungsweise zu ermitteln. In dieser ersten Testphase kann man einen guten Eindruck davon bekommen, ob es ein lohnenswertes Ziel ist, die Handelsstrategie weiter zu verfolgen oder nicht.

 

Wie eröffnet man ein Demokonto?

Die Eröffnung eines Demokontos ist heutzutage relativ einfach. In der Zwischenzeit bietet nahezu jeder CFD-Broker seinen Kunden die Option an, den Handel auf einem Demokonto zu testen. Wie die Eröffnung eines Demokontos funktioniert, wird in aller Regel auf der jeweiligen Broker-Webpräsenz detailliert beschrieben. Die Eröffnung eines Demokontos erfolgt meist wesentlich unkomplizierter und schneller als die Eröffnung eines Live-Kontos, da hier Dinge wie die persönliche finanzielle Situation oder das Erfahrungslevel nicht abgefragt werden. Im Rahmen der Eröffnung eines Demokontos müssen oftmals nur die Kontaktdaten inklusive einer E-Mail-Adresse angegeben werden. Die Freischaltung des Kontos erfolgt im Normalfall sofort oder nur wenige Stunden später. Bei erfolgter Freischaltung kann im Grunde genommen sofort mit dem Demo-Trading begonnen werden. Um die Nutzung des Demokontos durch Fremde zu verhindern, loggt man sich für gewöhnlich mit einem spezifischen Passwort ein. Es ist durchaus möglich, dass der CFD-Anbieter verschiedene Plattformen als Demo-Version zur Verfügung stellen kann. So kann unter Umständen auch eine mobile Plattformvariante im Rahmen eines Demokontos getestet werden.

 

Trading-Wettbewerbe mit virtuellem Kapital

Die CFD-Trading-Welt wartet noch mit einer weiteren spannenden Herausforderung auf. Um auf sich aufmerksam zu machen, organisieren einige CFD-Broker regelmäßig oder sporadisch Trading-Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmer ihr Geschick und ihr Glück unter Beweis stellen können. Der Handel im Rahmen dieser Trading-Wettbewerbe, auch Trading-Contests oder Trading-Competitions genannt, findet oftmals auch auf speziell konfigurierten Demokonten statt. Diese Trading-Wettbewerbe im Rahmen der Promotion-Aktionen der CFD-Broker stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, um sich mit anderen Tradern zu messen. Zu gewinnen gibt es unter anderem Geldpreise, kapitalisierte Live-Konten sowie diverse Sachpreise.

 

Das Gewinnziel, das Stop-Loss-Level und die Trefferquote

Das Gewinnziel, das Stop-Loss-Level sowie die Trefferquote sollten in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Das Verhältnis zwischen dem potenziellen Gewinn und dem potenziellen Verlust wird im Börsenjargon auch Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, genannt. Ist der anvisierte Gewinn höher als der eventuelle Verlust, spricht man von einem hohen CRV. Im Gegenzug dazu spricht man von einem niedrigen CRV, wenn der potenzielle Verlust höher ist als der anvisierte Gewinn. Das bedeutet darüber hinaus, dass bei einem hohen CRV die Trefferquote nicht so hoch sein muss wie bei einem niedrigen CRV, um eine positive Performance auf dem CFD-Konto zu erzielen. Es ist also durchaus möglich, mit einer Trefferquote von unter 50 Prozent eine positive Performance zu erreichen.

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CFDs sind Finanzprodukte mit Hebelwirkung. Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Risiko.